Große Fachportale liefern Tempo. Für belastbare Einordnung braucht es aber Quellen, die langsamer, dafür genauer schreiben. In unserer Arbeit für norddeutsche Teams tauchen immer wieder dieselben blinden Flecken auf.
Erstens: Protokolle und Stellungnahmen der Werbe- und Medienverbände. Zweitens: regionale Wirtschaftszeitungen, die Etatentscheidungen von Mittelständlern früher erwähnen als die bundesweiten Titel. Drittens: Ausschreibungsanzeiger öffentlicher Auftraggeber – relevant für Agenturen mit Pitch-Pipeline. Viertens: Gerichtsreporter in Wirtschaftsressorts, wenn Claims und Werberegeln verhandelt werden. Fünftens: Personalspalten von Branchenblättern, die Wechsel ankündigen, bevor die Pressestelle nachzieht.
Nicht jede Quelle muss wöchentlich gelesen werden. Ein Rotationsplan reicht oft: zwei Schwergewichte täglich, drei Spezialquellen im Wechsel.